Tag 33 – Hüttenkäse vs. Quark

An anderer Stelle zwar schon diskutiert, aber dieses Bild habe ich im Archiv gefunden und dabei festgestellt, dass amerikanische Ernährungsexperten in bestimmten Fällen Hüttenkäse empfehlen, Quark aber nicht erwähnen. Warum?

Europäer sind glücklicher als Amerikaner, weil es auch Magerquark gibt.

Europäer sind glücklicher als Amerikaner, weil es auch Magerquark gibt.

Die Unterschiede zischen Hüttenkäse und Quark sind ernährungsphysiologisch nicht soooo riesig. Der Kasein-Gehalt beider ist in Relation zu den Fetten interessant. Aber in Amerika ist Quark selten in den Kühlregalen und geniesst etwa den Status Persipan vs. Marzipan, also ein Rohstoff, den man nicht so isst, sondern zu was anderem weiterverarbeitet. In Europa ist das anders.

Ich persönlich bin ein Fan von Quark. Hüttenkäse, oder „körnigen Frischkäse“, kann man beim besten Willen nicht zum Hauptbestandteil eines Frühstücks machen (ich habe es ausprobiert und mir wurde übel). Magerquark in Form der Budwig-Creme schon. Die kommt mit Leinöl am besten, weswegen das eine gelungene Kombi für alle möglichen Zwecke ist – Fettverbrennung, Muskelaufbau zum Beispiel.

Womit wir bei den Unterschieden wären – zwischen den Prinzipien einer Slow Carb Diät und unserer Drittel-Mix-Ernährungsempfehlung.

  1. Es muss nicht gleich am Morgen nach dem Aufstehen das Frühstück sein (Studien und Erfahrungen lassen den „Verbrennungsmythos“ als Mythos dastehen, dass man den „Verbrennungsmotor“ mit Essen am Brennen halten muss).
  2. Sie dürfen auch Obst. Am besten als 1. Mahlzeit, aber dann mindestens eine Stunde, besser zwei Pause einlegen. Und nicht mischen mit Kohlehydrate. Also Obst. Pur.
  3. Setzen Sie Heilerde ein. Entweder morgens oder abends. Und am Fresstag und vor Alkoholgenuss.
  4. Seien Sie flexibel mit dem Fresstag. Ich habe ihn gestern einlegen müssen – ja, an einem Mittwoch wo eingentlich mein Messtag wäre, aber da war dieser Zoo, wo es nur eine Pommesbude gab. Die nahmen das wörtlich… Kurz entschlossen gab es dazu noch Eis und Torte am Nachmittag. Messen brauche ich mich jetzt vor nächster Woche nicht mehr…
  5. Legen Sie ein 19-Stunden-Fasten 1 Mal/Woche ein. Wann auch immer. Trinken Sie keine Säfte, sondern Wasser, Tee, ein bis zwei Tassen Kaffee maximal. Essen Sie erst abends wieder. Das hält man gut durch (ja, man hat Hunger – aber auch eine Perspektive).
pbger

Andreas Hahm-Gerling ist Journalist (Gruner + Jahr, RTL) und führt einen Audioverlag. Gemeinsam mit seiner Frau Friederike produziert er Selbsthilfe-CDs. Vier Kinder erfordern täglich kreative Lösungen für unlösbare Probleme. In seinem Abnehmblog mischt er männliche Perspektive mit weiblichen Einsichten.