Tag minus 1: Entschluss

Tag minus 1? Also ist morgen Tag 0? Um ehrlich zu sein, habe ich sogar noch früher begonnen: Nicht mit dem Abnehmen, sondern mit den Vorbereitungen.

Vorbereitung - ein paar Jahre zusammengefasst auf dem Tisch. Diätliteratur vermeiden. In die Grundlagen gehen.

Vorbereitung – ein paar Jahre zusammengefasst auf dem Tisch. Diätliteratur vermeiden. In die Grundlagen gehen.

Nein, falsch. Am Anfang, vor den Vorbereitungen, steht ein Moment der Plötzlichkeit. Man sagt sich irgendwann, Schluss jetzt, es geht nicht so weiter. Viele kennen das – man nimmt unmerklich zu. Man verschliesst anfangs die Augen davor. Irgendwas muss dafür sorgen, dass die Augen geöffnet werden. Für die Konsequenzen. Man ist nicht mehr attraktiv. Man glaubt, es niemals gewesen zu sein.

Der Arzt gibt den Warnschuss. Es droht eine drastische Verkürzung der Lebenszeit. Man kommt nicht mehr ohne zu Schnaufen die Treppen hoch. Letztlich ist es der Verlust der Jugend – also des Glaubens, dass man jung sei. Wenn das zu Ende ist und man reagiert nicht, ist man wirklich alt. Das reale Alter spielt dabei keine große Rolle. Ich bin 52. Es wird Zeit, nicht nur irgendetwas zu tun. Sondern das genau Richtige. Und es durchzuziehen.

Also: Wir haben eine Idee im Kopf. Ein Bild, eine Vorstellung. Etwas, das wirklich wirkt und das den Unterschied macht. Zwischen einer lockeren Idee (ich könnte ja mal abnehmen) zu „Ich muss jetzt unbedingt abnehmen, koste es was es wolle.“

Irgendetwas hat die kritische Masse erreicht, Ihr persönliches Fass zum Überlaufen gebracht.

Versuchen Sie sich dessen bewusst zu sein. Was hat es zum Überlaufen gebracht? Oder ist bei Ihnen nicht Übergelaufen? Dann sind Sie hier falsch. Ich will hier nicht irgendeine Zwischendurch-Diät beschreiben, sondern die letzte. Die, die dazu führt, das man sich transformiert und nicht im ewigen Kreislauf bleibt.

Also: Abnehmen als wichtigstes Anliegen. Irgendwas hat den Ausschlag gegeben. Schreiben Sie es auf. Schreiben Sei einen Satz wie „Ich will X, weil Y“. Ich will 20 Kg abnehmen, weil ich nicht an Diabetes 20 Jahre eher sterben möchte, nicht das Schicksal erleiden wie mein dicker Onkel Willy, den mit 64 ein Herzinfarkt dahinraffte“. So in der Art.

Nächster Schritt: Aus dem Anlass ein Bild formen.

Ich mache mein Vorhaben so konkret wie möglich.

Ich sorge  dafür, dass das Vorhaben groß genug ist, dass es den Aufwand, mindestens sechs Wochen sein Leben zu ändern, wert ist. Oder sogar ein Jahr. Oder sein ganzes restliches Leben!

6 Wochen

Ich unterteile  es dann in Zwischenschritte. Beispiel : In einer Woche will ich x Zentimeter Gesamtkörperumfang verringert haben – oder x % Körperfett. 1 Prozent-Schritte sind gut. Will realistisch bleiben. Nehme mir nicht vor, eine bestimmte Kilo-Zahl zu erreichen. Kilos sind nicht relevant beim Abnehmen. Es ist das Körperfett. Körperfett stellt sich in Umfängen dar und wird mit der Fettzange gemessen. Fettzange? Gibt es in Fitnessstudio (die ich sonst meide wie der T… des Weihw..) Körperfettwaagen? Funktionieren nicht. Oder nur unter bestimmten Umständen, die man dann absolut konstant halten muss (z. B. die Luftfeuchtigkeit und die Menge an Wasser, die ich getrunken haben/im Körper habe. Aber Sie sind verdammt bequem. Draufstellen un fertig. Ich versuche es mal mit beiden Methoden.

Ich habe nun ein Bild von mir, wie es aussehen soll. 

Okay, dann ist es an der Zeit zu überlegen, wie ich es erreichen möchte. Die Methode. Sie soll einfach sein, die üblichen Probleme bei Diäten ausschließen und man muss es durchhalten können ohne Stress. Weight Watchers und Co., die zahlosen Diäten, die auf irgendwelchen Rezepten basieren oder auf Kalorienzählen, all das fällt flach. Also keine Diät.

Und: Es muss etwas her, das sofort Ergebnisse liefert. Denn wenn es nach einer Woche keine Ergebnisse gibt, warum sollte ich dann weitermachen?  Okay, vielleicht zwei Wochen. Aber das ist das Limit. Eine Woche ist eine lange Zeit. Zwei Wochen noch länger. Also welche Methode? Ich fange natürlich nicht von Null an. Meine Frau hat jahrelang in dem Bereich Erfahrungen mit anderen gesammelt. Kennt den Forschungsstand und hat eine eigene Methode. Aber ich will ganz sicher gehen. Mir schwebte eine Kombination aus mehreren Elementen vor, die ich Schritt für Schritt ausgearbeitet habe. Sicher ist sicher. Morgen mehr dazu.

Kennen Sie Kekwick und Pawan? Zwei Forscher, die herausgefunden haben, dass es egal ist, wieviel Kalorien Sie zu sich nehmen, wenn es ums Fett verlieren geht. Was nicht egal ist: In welcher Art von Nahrungsmitteln diese Kalorien stecken:

Abnehmtagebuch (Vorlage)

pbger

Andreas Hahm-Gerling ist Journalist (Gruner + Jahr, RTL) und führt einen Audioverlag. Gemeinsam mit seiner Frau Friederike produziert er Selbsthilfe-CDs. Vier Kinder erfordern täglich kreative Lösungen für unlösbare Probleme. In seinem Abnehmblog mischt er männliche Perspektive mit weiblichen Einsichten.